Einbrecher erschossen – Die Spirale der Gewalt

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In der französischen Schweiz hat ein Mann Geräusche in seinem Haus gehört und zu seiner Waffe gegriffen. Er vermutete einen Einbrecher. Und tatsächlich, auf der Terasse wurde er fündig. Ein Einbrecher stand vor ihm und hob die Hand, nach seinen Angaben. Der Hausbesitzer fakelte nicht lange und schoss auf den Mann. Dieser konnte noch einige Meter flüchten, brach jedoch dann zusammen und starb an den Folgen der Schussverletzung. Pistole fand man keine bei ihm, lediglich einen Pfefferspray. Streng genommen wurde der junge Mann (25) erschossen, bevor er noch zum Einbrecher wurde.
Der Schütze wurde festgenommen und die Justiz wird die Sache verfolgen, denn eines steht bereits jetzt schon fest: Das war keine Notwehr! Es muss einiges geklärt werden: war der Mann überhaupt ein Krimineller? Vielleicht wollte er nur Pipi machen, oder wurde selbst verfolgt, oder war krank, oder, oder, oder,…. Schiessen ist der falsche Weg, dafür gibt es Gerichte!

Richtungsweisend
Wie sich jetzt jedermann vorstellen kann, lesen diese Meldungen auch Einbrecher und andere Kriminelle. Und was macht ein Einbrecher, wenn er dies liest? Er hört garantiert nicht mit dem Einbrechen auf, sondern rüstet auf. Er besorgt selbst eine Pistole und setzt diese auch ein. Er wird, bevor er erschossen wird, selbst schiessen. Obwohl dies verboten ist!

Kein guter Dienst
Dieser Hausbesitzer hat mit seiner Selbstjustiz hunderte und tausende andere Eigenheimbesitzer in grosse Gefahr gebracht. Die Spirale der Gewalt dreht sich durch solche übertrieben barbarische Taten schneller und schneller und immer brutaler. Es ist falsch zu glauben, dass man mit Tötungen und Schiesserein die Einbruchskriminalität bekämpfen kann. Im Gegenteil, aus Einbrechern werden dadurch Mörder.
Und bedenken Sie: Das Opfer sind Sie!

Einbrecher im Haus? Verstecken und Polizei rufen, das ist die richtige Vorgangsweise!

Heutzutage wird sofort geschossen, das ist nicht gut